13.11.2016 Wasserball Wasserball

Spielbericht vom Spiel Duisburger SV 98 vs SV Cannstatt in der zweiten Runde des deutschen Wasserball-Pokals

Erst im 5m-Werfen unterlag der SV Cannstatt in der zweiten Runde des deutschen Wasserball-Pokals beim Ligakonkurrenten Duisburger SV 98 mit 12:13. Nach regulärer Spielzeit hatte es 8:8 (2:4; 1:1; 2:1; 3:2) Unentschieden gestanden. Die Entscheidung fiel im ersten Schuss der zweiten Serie.


Als Underdog waren die Cannstatter nach Duisburg gereist und im ersten Spielviertel sah es auch nach einer klaren Angelegenheit für die Spieler des Traditionsvereins von der Wedau aus. Zur Hälfte des ersten Abschnitts lagen die „98er“ 3:0 in Front. Doch im Gegensatz zur Niederlage vor Wochenfrist in Berlin gab der SVC nicht sofort auf und kam durch Tore von Uros Fabric und Milosav Aleksic zum Anschluss. Zwar erhöhte Duisburg noch vor der Pause auf 4:2, aber die Cannstatter hatten erkannt, dass sie mithalten konnten.

Auch der schnelle Treffer Duisburgs zum 5:2 im zweiten Viertel brachte den SVC nun nicht mehr aus dem Konzept. Bereits im Gegenzug verkürzte Novak Zugic wieder auf 5:3.

In der Pause schien SVC-Coach Jovan Radojevic die richtigen Worte gefunden zu haben. Marton Sarosi und Deni Cerniar stellten erstmals den Ausgleich des SVC in dieser Partie her. Zwar konnte Duisburg 98 kurz nach Anpfiff des letzten Spielviertels nochmals eine Zwei-Tore-Führung herstellen, die aber Deni Cerniar mit zwei Treffern in kurzer Folge wieder egalisierte. Allerdings war der kroatische Neuzugang auch direkt an der erneuten Führung die Heimmannschaft beteiligt: Nach einer Zeitstrafe gegen Cerniar legten die Westdeutschen zum 8:7 erneut vor.

Die letzten vier Spielminuten waren dann im Duisburger Schwimmstadion an Dramatik kaum zu überbieten. Zuerst schienen dem SVC die Felle davonzuschwimmen, als Novak Zugic nach einem harten Foul mit einer Matchstrafe vorzeitig zum Duschen musste. Aber der SVC überstand diese Unterzahlsitation ebenso unbeschadet, wie eine Zeitstrafe gegen SVC-Kapitän Lennart Löscher. Im Gegenzug gelang dann Marton Sarosi der Ausgleich gegen die nun nervös werdenden Duisburger. Diese konnten im Anschluss auch eine Zeitstrafe gegen SVC-Keeper Milan Markovics nicht zur erneute Führung nutzen. Den letzten Angriff konnten die Cannstatter zwar noch angehen, aber nach einer Doppelhinausstellung gegen einen Duisburger und Cannstatts Uros Fabic lief die Zeit herunter und das 5m-Werfen mussste entscheiden. Hier trafen zuächst alle Cannstatter und bei einem Fehlschuss der Duisburger hätte Cannstatts bisheriger Top-Torjäger Deni Cerniar die Möglichkeit gehabt, zum Abschluss der ersten Serie die Entscheidung herbeizuführen. Doch Cerniar traf nur die Latte, so dass nun im Mann-gegen-Mann-Duell der Sieger ermittelt werden musste. Doch bereits Cannstatts erster Schütze Uros Fabic scheiterte am Torhüter Duisburgs, so dass der SVC mit leeren Händen die Heimfahrt antreten musste.

SVC-Trainer Jovan Radojevic war enttäuscht. „Wir haben uns nicht belohnt. Wir müssen noch lernen, auch knappe Spiele für uns zu entscheiden.“ Allerdings sah Radojevic gegenüber der letzten Liga-begegnung in Berlin deutliche Fortschritte. „Wir sind heute gut in der Abwehr gestanden und haben endlich auch wieder in Unterzahl gut gespielt.“ Letztlich trauerte Radojevic aber den vergebenen Möglichkeiten nach. „Wir hatten mehrfach die Möglichkeit, im letzten Viertel das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Auch unsere Konter konnten wir teilweise erfolgreich abschließen.“ Mit Blick auf das erste Heimspiel gegen den SC Neustadt warnt Radojevic, nach dem guten Spiel jetzt nachzulassen. „Das ist ganz wichtig, dass wir unsere Leistung wiederholen und insbesondere unsere Punkte in der Liga zu Hause holen. Daher ist das Pokal-Aus kein Beinbruch.“

Tore SV Cannstatt: Deni Cerniar, Marton Sarosi (je 3), Milosav Aleksic, Uros Fabic (je 2), Novak Zugic, Filip Zugic