26.03.2017 Wasserball Wasserball

Bericht vom Spiel der Wasserball-Bundesliga B-Gruppe SVV Plauen vs SV Cannstatt

Keine Chance hatte der SV Cannstatt bei seinem Gastspiel bei SV Vogtland Plauen. Die Cannstatter kamen mit 3:16 (1:4; 2:6; 0:4; 0:2) unter die Räder.


Cannstatt bleibt nach dem vorletzten Spieltag der Hauptrunde auf Platz Sieben, einen Punkt hinter dem Süd-Konkurrenten SC Neustadt aber auch noch mit dem Handicap des schlechteren Torverhältnisses.

Das hatte sich SVC-Cheftrainer Andras Feher anders vorgestellt. „Vielleicht können wir Plauen ein bisschen ärgern“, hatte er vor dem Spiel noch gehofft. Doch A-Gruppen-Absteiger Plauen ließ die Schwaben überhaupt nicht ins Spiel kommen, der klare Tabellenführer machte kurzen Prozess. Die Viertelergebnisse zeigten schon von Anfang an die Richtung auf. In keinem Spielabschnitt konnte der SVC auch nur annähernd mithalten. Das Fehlen der Stammspieler Marton Sarosi (berufliche Verpflichtung) und Novak Zugic (Handverletzung) machte sich negativ bemerkbar.

Und die Cannstatter Mannschaft wurde weiter dezimiert. Bereits im zweiten Spielabschnitt musste Julius Wörn mit Platzwunde nach einer rüden Attacke eines Plauener Angreifers aus dem Wasser, im Schlussviertel stieg dann auch noch Kapitän Lennart Löscher aus dem Wasser. SVC-Coach Andras Feher hatte nur noch einen Auswechselspieler zur Verfügung.

„Wir haben nicht an unsere Chance geglaubt und sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, bekannte Feher nach dem Abpfiff. „Plauen war sehr aggressiv und körperlich einfach überlegen. Die Niederlage geht in Ordnung auch wenn sie etwas zu hoch ausgefallen ist“, stellte er fest. Bei besserer Verwertung der Überzahlmöglichkeiten wäre wenigstens eine Ergebnisverbesserung drin gewesen. Allerdings täuscht die Statistik ein wenig: Zwei der acht Zeitstrafen gegen Plauen wurden jeweils wenige Sekunden vor dem Viertelende verhängt. Die verbleibende Zeit war zu kurz um noch ein Power-Play aufzubauen.

Wollen die Cannstatter in die Play-Downs mit besserer Ausgangsposition gehen, müssen sie das letzte Vorrundenspiel zu Hause gegen Duisburg unbedingt gewinnen und sind zugleich auf die Mithilfe der Konkurrenz angewiesen, weil dazu Neustadt zu Hause gegen Krefeld verlieren muss. Zugleich ist man in Cannstatt aber nicht völlig mutlos. „Wir haben in der Rückrunde deutliche Fortschritte gemacht und ich glaube, dass wir im Play-Down mit jedem potentiellen Gegner auf Augenhöhe sind“, erklärt Feher.

Tore Cannstatt: Deni Cerniar (2), Filip Zugic.